Ablation bei typischem Vorhofflattern

Typisches – daher cavotrikuspidal-Isthmus – abhängiges Vorhofflattern stellt eine der häufigsten supraventrikulären Tachykardien dar. An Symptomen werden oft plötzliche Pulssprünge und Herzrasen mit einem Puls von 160-200/min, ausgelöst durch einen Extraschlag, geschildert. Oft wird auch ein Pochen im Hals angegeben. Die Rhythmusstörung ist eine sogenannte Makro-Reentry- Tachykardie, und basiert auf einer kreisenden Erregung im rechten Vorhof, durch eine anatomische und elektrische “Engstelle” (Isthmus), welcher zwischen der Einmündung der unteren Hohlvene und der Trikuspidalklappe besteht. Diese Stelle ist mit einem Ablationskatheter, der üblicherweise über die Leistenvene eingeführt wird, gut zugänglich. Das Ziel der Ablation ist es, durch einzelne Ablationspunkte eine Blocklinie an dieser Engstelle zu schaffen, sodass dadurch keine weitere kreisende Rhythmusstörung läuft. Die Erfolgsaussicht der Ablation, die ich im Göttlicher Heiland Krankenhaus durchführe, ist gut – zu über 95% tritt dabei in Zukunft kein weiteres typisches Vorhofflattern auf. Die Rate relevanter Komplikationen ist bei diesem rechtsatrialen Eingriff gering und beträgt deutlich unter 1%. Der Eingriff dauert üblicherweise insgesamt eine Stunde und wird in Sedoanalgesie, daher im Dämmerschlaf und mittels 3D geführter Navigation (CARTO, Johnson & Johnson MedTech) durchgeführt.

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